Traumatisiert – was jetzt?

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Jugendliche mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) haben im Alltag eine Menge Probleme. Diese können umso schlimmer werden, je länger die Probleme unbehandelt bleiben. Daher ist es wichtig, möglichst schnell eine Therapie zu machen, wenn man unter einer PTBS leidet.
Leider bleibt bei einem Großteil der traumatisierten Jugendlichen die PTBS unbehandelt, da diese häufig nicht erkannt wird. Zudem sind die Wartezeiten für einen Therapieplatz oft sehr lange. Der Vorteil unserer Studie ist, dass wir vor Beginn jeder Therapie eine ausführliche Untersuchung machen. Es ist also unwahrscheinlich, dass hier eine PTBS unentdeckt bleibt. Wenn sich zeigt, dass eine solche Störung vorliegt, kann außerdem die Therapie vergleichsweise schnell begonnen werden.

Zur Behandlung einer PTBS gibt es verschiedene Therapiemethoden. In den meisten geht es darum, nach dem Trauma wieder Sicherheit zu finden. Außerdem setzt man sich in der Therapie mit dem Trauma auseinander, um besser mit den belastenden Erinnerungen umgehen zu können. Zuletzt ist es wichtig, auch im Alltag einen Umgang mit dem Trauma und den damit verbundenen Folgen zu erlernen.

Für Erwachsene gibt es mittlerweile viele Therapieverfahren, die sich in Studien als sehr wirksam erwiesen haben. Auch für Kinder gibt es bereits bewährte Methoden. Wir haben aus diesen erprobten Therapieverfahren verschiedene Bausteine entnommen und zu einer neuen Therapieform speziell für Jugendliche zusammengefügt. Diese Behandlung hat in einer Vorstudie schon zu sehr guten Ergebnissen geführt. In einer wissenschaftlichen Studie wollen wir die Therapie weiter untersuchen.